Opencall Wohnbaugenossenschaften Nordwestschweiz
Unsere Gesellschaft befindet sich in einem dynamischen, zunehmend komplexen Wandel. Die leitende Frage lautet dabei: Wie lässt sich ein Projekt entwickeln, das von so vielen – oft unbekannten – Parametern geprägt ist? Anstatt die Zukunft vorherzusagen oder auf spekulativen Annahmen aufzubauen, verstehen wir die Genossenschaft als ein lebendiges, wandelbares Gefüge. Als ein System, das sich räumlich, organisatorisch und sozial weiterentwickeln kann – nicht als eine grosse, abschliessende Lösung, sondern als Fähigkeit zur gemeinsamen Veränderung. Unser Beitrag zeigt ein offenes Archiv, das das Denkbare sichtbar macht und die Bewohnerinnen und Bewohner einlädt, aktiv mitzuwirken. Im Zentrum stehen Was-wäre-wenn-Szenarien, visualisiert auf Postkarten. Jede Postkarte beschreibt eine mögliche Zukunft, einen Impuls oder eine Verschiebung. Diese Szenarien bleiben bewusst offen – als Vorschläge, die ergänzt, weiterentwickelt und verändert werden können. So entsteht eine wachsende Sammlung möglicher Zukünfte: ein Werkzeug, das Diskussionen anregt, Perspektiven erweitert und Räume für gemeinsames Weiterdenken öffnet. Wir danken den Wohnbaugenossenschaften Nordwestschweiz sowie dem S AM Swiss Architecture Museum Basel für den Raum, diese Zukunftsbilder sichtbar zu machen, und freuen uns auf den Dialog.